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    ver.di kritisiert geplanten Stellenabbau bei der WAZ scharf und …

    ver.di kritisiert geplanten Stellenabbau bei der WAZ scharf und warnt vor Einschränkung von Medienvielfalt und journalistischer Qualität

    21.03.2013

    Als „überhaupt nicht nachvollziehbar“ kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, die Ankündigung des WAZ-Konzerns, nach der Schließung der Redaktion der Westfälischen Rundschau in Nordrhein-Westfalen weitere 200 Stellen abzubauen: „Trotz einer guten Rendite von deutlich mehr als zehn Prozent wird hier in unverantwortlicher Weise erneut der Rotstift angesetzt“, sagte Werneke. Dabei solle offenbar der fatale Kurs fort gesetzt werden, lokale WAZ-Angebote mit Zukäufen von Konkurrenzblättern zu füllen. Allein die Zahl der Beschäftigten am content desk, wo die Mäntel von vier Zeitungstiteln erstellt werden, werde wohl um ein Drittel reduziert. „Ein solcher Kahlschlag geht zulasten von Meinungsvielfalt und journalistischer Qualität“, warnte Werneke. Es werde versucht, mit brachialen Methoden, wie beispielsweise der Halbierung des so genannten Fotopools Kosten zu senken, ohne dass die Maßnahmen mit durchdachten Zukunftskonzepten unterlegt seien: „Das ist kein vernünftiges und verantwortungsvolles Handeln der Konzernführung, sondern mit Blick auf die publizistische Zukunft des Unternehmens grob fahrlässig.“

    Statt überzeugende Konzepte zu entwickeln, die auf starke journalistische Inhalte in Verbindung mit der Entwicklung neuer technologischer Lösungen für verbesserte online-Angebote einher gingen, würde die Stärke der WAZ-Angebote, die in kompetenter journalistischer Arbeit und ausgezeichneten lokalen und regionalen Angeboten lägen, Schritt für Schritt zurück gefahren.  „Wir brauchen jetzt ein überzeugendes Konzept für die WAZ, das den Kolleginnen und Kollegen aufzeigt, in welche Richtung die Reise gehen wird. Mit diesem auf kurze Sicht angelegten Handeln, das den journalistischen Kern der WAZ-Gruppe weiter aushöhlt, werden wir uns nicht zufrieden gaben“, kündigte Werneke an.