Pressemitteilungen

    Tarifverhandlungen Paracelsus-Kliniken: bundesweiter Aktionstag …

    Tarifverhandlungen Paracelsus-Kliniken: bundesweiter Aktionstag am 8. März 2016 – Schluss mit Verzögerungstaktik

    07.03.2016

    Mit einem bundesweiten Aktionstag am Dienstag, 8. März 2016, will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mehr Bewegung in die Tarifverhandlungen bei den Paracelsus-Kliniken bringen. „Die Verzögerungstaktik von Paracelsus muss ein Ende haben. Mit dem Auslaufen des Zukunftssicherungstarifvertrags und einer erfolgreichen Sanierung gibt es keinen Grund mehr, den Beschäftigten eine branchenübliche Bezahlung vorzuenthalten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Montag. „In einer schwierigen Phase haben die Beschäftigten durch Lohnverzicht maßgeblich geholfen, das Unternehmen zu retten. Jetzt erwarten sie zu Recht, dass sich ihr Arbeitgeber anständig verhält und sie fair bezahlt“. Die Tarifverhandlungen über eine Anhebung der Entgelte für die rund 5.000 Beschäftigten von Paracelsus werden am 10./11. März 2016 in Osnabrück fortgesetzt.

    Zur Teilnahme am Aktionstag werden alle Beschäftigten in den 25 Kliniken des Konzerns aufgerufen. Anlass ist die Verschleppung der bereits seit Dezember 2014 andauernden Verhandlungen über einen einheitlichen Entgelttarifvertrag. Bislang werden die Beschäftigten in den einzelnen Kliniken nach hausspezifischen Regelungen unterschiedlich bezahlt. Die letzte reguläre Vergütungsanhebung erfolgte im Jahre 2012. Ab 2013 galt dann ein Zukunftssicherungstarifvertrag, der die Sanierung des Konzerns ermöglicht hat. Dieser Tarifvertrag ist per Ende Oktober 2015 ausgelaufen. Die Paracelsus-Kliniken profitieren dabei von niedrigeren Löhnen, die bis zum einem Viertel unter dem Niveau kommunaler Kliniken liegen.

    ver.di fordert bei Paracelsus unter anderem eine Anhebung der Entgelte um 7,5 Prozent, mindestens 150 Euro monatlich, rückwirkend ab 1. November 2015 und ebenfalls um 7,5 Prozent höhere Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie den Abschluss eines einheitlichen Konzern-Entgelttarifvertrags bis Ende März 2016.


    Rückfragen an ver.di-Verhandlungsführer Sven Bergelin unter 0170/9239658

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    Fax: 030/6956-3001
    E-Mail: pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle