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    ver.di setzt Urabstimmung bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung …

    ver.di setzt Urabstimmung bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung fort

    23.04.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt die Urabstimmung in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) wie geplant fort. Das am gestrigen Montag eingeleitete Mitgliedervotum über einen Streik habe offenbar zu einer Reaktion in den beteiligten Ministerien geführt, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp am Dienstag. „Von der Durchsetzung unserer Forderungen und der Unterschrift unter einem Tarifvertrag sind wir noch weit entfernt. Mit einer Fortsetzung der Urabstimmung machen wir deutlich, dass die Beschäftigten unverändert für die volle Absicherung der Beschäftigten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und den Behörden des Bundesverkehrsministeriums eintreten.“

    Zuvor war bekannt geworden, dass die beteiligten Bundesministerien kurzfristig zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bereit sind. Als erster Termin ist Dienstag, der 30. April 2013, avisiert worden.

    Ungeachtet der Ankündigung fährt die Bundesregierung allerdings mit dem WSV-Umbau fort. Zum 1. Mai 2013 werden am Bundesrat vorbei mittels eines so genannten Errichtungserlasses in einem ersten Schritt sieben Regionaldirektionen aufgelöst und eine neue Generaldirektion in Bonn geschaffen. Die Personalvertretungen verlieren ihre Mandate, die Mitbestimmung wird ausgehebelt. Bis Ende 2013 sollen mindestens zehn Ämter geschlossen und die Ämterstruktur weitgehend zerschlagen werden. Erklärtes Ziel ist die Streichung von mindestens einem Viertel aller 12.500 Stellen im Bereich der WSV. „Damit schafft das Ministerium Fakten, ohne dass die Beschäftigten mit einem Tarifvertrag vor Nachteilen wie unzumutbaren Versetzungen bis hin zu Kündigungen oder Einkommenseinbußen geschützt sind“, kritisierte Meerkamp.

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