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    ver.di fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bei Paracelsus

    06.02.2018

    Der insolvente Paracelsus-Konzern hat angekündigt, von den heute etwa 5.200 Beschäftigten im Konzern knapp 400 Vollzeitkräfte abzubauen. Fast die Hälfte davon entfallen auf die von der Schließung betroffene Klinik in Karlsruhe. ver.di fordert den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. „Die Personaldecke ist wie in anderen Kliniken auch, insgesamt zu dünn. Niemand darf auf die Straße gesetzt werden. An Arbeit mangelt es im Krankenhaus sicher nicht“, so Sylvia Bühler, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes. Der Konzern müsse im Gegenteil alles tun, um Beschäftigte zu halten. In mehreren Kliniken gebe es einen hohen Personalbedarf durch Fluktuation. Qualifizierung, konzerninterne Jobbörsen und Mobilitätshilfen bei Versetzungen seien wichtige Maßnahmen.

    ver.di sieht für den gesamten Konzern mit allen Reha- und Akut-Kliniken eine gute Perspektive. “Es gibt keinen Grund, den Konzern zu zerschlagen. Gegen Rosinenpickerei einzelner Investoren wird sich die Belegschaft wehren“, so Bühler. Künftig müsse sichergestellt werden, dass der bisherige Inhaber, Dr. Manfred Krukemeyer, nicht mehr alleine die Geschicke des Konzerns bestimmen könne, wie es bisher faktisch der Fall gewesen sei. Dass einzelne Menschen die Verantwortung für die Arbeitsplätze von über 5000 Menschen in 40 Gesundheitseinrichtungen - einen der wichtigsten Pfeiler der Daseinsvorsorge – hätten, sei nicht akzeptabel, sagte Sylvia Bühler.

    In den 25 Kliniken und insgesamt 40 Einrichtungen des zur Insolvenz in Eigenregie angemeldeten Paracelsus Konzerns in Deutschland beginnen in den nächsten Tagen die Verhandlungen mit den Betriebsräten zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes. Dieses muss bis Ende Februar dem Gläubigerausschuss vorgelegt werden und dient dann als Entscheidungsgrundlage für das Amtsgericht zur Eröffnung des Insolvenzverfahren ab dem 1. März 2018. Die anstehenden Verhandlungen stehen daher unter erheblichem Zeitdruck.

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    Daniela Milutin
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