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    dju in ver.di fordert Simultanübertragung des NSU-Prozesses

    dju in ver.di fordert Simultanübertragung des NSU-Prozesses

    29.04.2013

    Nach dem Losverfahren zur Vergabe der Plätze für die Presse des am 6. Mai 2013 beginnenden Prozesses gegen Beate Zschäpe und vier weitere mutmaßliche Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) vor dem Münchener Oberlandesgericht (OLG) fordert die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di eine Simultanübertragung des Prozesses in einen separaten Pressearbeitsraum. „Mit dem Losverfahren hat das OLG München zwar die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts erfüllt und auch ausländischen Medien die Möglichkeit eröffnet, sich ein eigenes Bild von dem Prozess zu machen, doch das Losverfahren zeigt ein weiteres Mal, dass das eigentliche Problem, nämlich die von Anfang an nicht ausreichende Anzahl von Pressearbeitsplätzen damit überhaupt nicht gelöst werden kann. Es ist nicht akzeptabel, dass nun große überregionale Medien keine Möglichkeit haben, den Prozess zu verfolgen“, kritisierte die dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß.

    Dieses Problem sei nur durch eine Simultanübertragung des Prozesses lösbar: „Das OLG München sollte sich nicht länger dem Verdacht aussetzen, den Prozess nur von einem kleinen Teil der Medien beobachten lassen zu wollen und sich endlich den schon längst erforderlichen Ruck geben und den Weg frei machen für eine Übertragung und die Schaffung von Pressearbeitsmöglichkeiten, wie sie beispielsweise am Bundesverfassungsgericht gang und gäbe sind“, forderte Haß.