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Amazon Leipzig und Bad Hersfeld: Immer mehr Streikbeteiligung

18.06.2013

Nach dem ersten zweitägigen Streik beim Online-Versandhändler Amazon ist die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) überaus zufrieden. In Leipzig beteiligten sich auch heute wieder 500 Beschäftigte an der Arbeitsniederlegung. Das sind etwa 50 Prozent der Tagesbeschäftigten. In Bad Hersfeld waren es rund 800 Streikende. Besondere Freude bereitete den Bad Hersfeldern, dass 30 Kolleginnen und Kollegen aus Leipzig gekommen waren, um sie zu unterstützen. ver.di-Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke: „Es war viel Gemeinsamkeit und Solidarität zu spüren. Das war großartig.“

Der Höhepunkt des Tages in Bad Hersfeld war die Rede des ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske. „Angelehnt an die Amazon-Philosophie ‚Work hard, have fun, make history‘ muss ich euch sagen: Ihr seid die, die hier Geschichte schreiben, weil ihr für eure Forderungen auf die Straße geht. Denn was die Kultur von Amazon prägt, müsst ihr nicht den Managern überlassen, sondern das nehmt ihr als Beschäftigte selbst in die Hand. Und ihr sollt wissen: Die ganze Organisation steht hinter euch!“, betonte Bsirske.

Am Vormittag hatte Stefanie Nutzenberger, im ver.di-Bundesvorstand für den Groß- und Einzelhandel zuständig, die streikenden Kolleginnen und Kollegen  in Leipzig besucht. „Tarifverträge und Tarifbindung bedeuten Verlässlichkeit für die Beschäftigten. Die Menschen bei Amazon bringen Tag für Tag zuverlässige Leistung. Und sie wollen von ihrem Arbeitgeber dafür zu Recht Anerkennung und Respekt und fordern ein klares Bekenntnis zum Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels“, unterstrich Nutzenberger. Dem schloss sich Jörg Lauenroth-Mago, ver.di-Verhandlungsführer für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an: „Nach insgesamt fünf Streiktagen spüren wir eine große Entschlossenheit bei den Kolleginnen und Kollegen. Wir sind absolut streikfähig, wie reagieren schnell und wir werden immer mehr. Wir hoffen, dass es Amazon klar wird, dass sie sich jetzt bewegen müssen und mit uns in Tarifverhandlungen gehen.“

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