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Telekommunikation/IT, Tarifpolitik
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt Hewlett Packard (HP) vor den Konsequenzen der beabsichtigten Massenentlassungen im Bereich Enterprise Service (ES). „Die Beschäftigten sollen hier für Managementfehler gerade stehen, ohne dass eine Strategie erkennbar wird, wohin sich HP in Deutschland entwickeln soll. Wir fordern eine langfristige Personalplanung und Entwicklungsmöglichkeiten für die Beschäftigten im Konzern“, begründen Dr. Thomas Müller (ver.di) und Johannes Katzan (IG Metall), beide Aufsichtsratsmitglieder der HP Deutschland GmbH, ihre Ablehnung zu den Plänen der Geschäftsführung.
Zuvor hatte HP angekündigt, im Bereich ES deutschlandweit 1.100 Stellen zu streichen – das entspricht 25 Prozent der deutschen ES-Belegschaft – und dazu den drittgrößten Standort Rüs-selsheim zu schließen. Wie HP unter diesen Umständen das Tagesgeschäft gewährleisten und laufende Verträge einhalten wolle, sei nicht nachvollziehbar, so Müller.
In anderen weltweit tätigen IT-Unternehmen wie T-Systems oder IBM werden Tarifverträge zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und für zukunftsorientierte Qualifizierung verlängert sowie Tarifverträge zum Belastungsschutz beziehungsweise zum Gesundheitsmanagement auf den Weg gebracht. Bei HP hingegen werde den Beschäftigten nicht nur die Anerkennung für geleistete Arbeit versagt, sondern durch erhöhten Arbeitsdruck auch die psychische und physische Gesundheit der Beschäftigten leichtfertig aufs Spiel gesetzt, erklärt Müller. „Jetzt ist das Spitzenmanagement gefragt, an konstruktiven Lösungen statt einem kurzfristigen Kahlschlag mitzuarbeiten.“
Kontakt:
Dr. Thomas Müller 0171/9918720, Christine Muhr 0170/2212330