ver.di

    Für einen guten Abschluss

    Mehr als 400 Beschäftigte unterstützen 3. Verhandlungsrunde

    Sie sind extra aus Dortmund gekommen, die 45 Beschäftigten des Nahverkehrsunternehmens der Dortmunder Stadtwerke DSW 21. „Selbstverständlich sind wir hier“, sagt die Straßenbahnfahrerin Martina Laube. „Wir wollen uns schließlich für unsere Forderungen stark machen. Für heute erwarten wir ein Angebot der Arbeitgeber und für morgen einen richtig guten Abschluss.“ Ihr Kollege Klaus Siewert sagt, wie wichtig ihnen und ihren Kolleg/innen gerade die von ver.di geforderte Nahverkehrszulage ist. „Besonders für junge Leute und Alleinerziehende. Sie müssen sich trotz Vollzeitjobs oft noch Geld vom Amt holen. Das kann doch nicht sein!“

    Martina Laube ist mit 45 Kolleg/innen aus Dortmund nach Potsdam gekommen, um einen guten Tarifabschluss zu fordern. ver.di Martina Laube  – Straßenbahnfahrerin aus Dortmund

    An den drei Warnstreiktagen der vergangenen Wochen standen in Dortmund Busse und Bahnen still, nichts fuhr mehr. „Die Stimmung war klasse. Auch die Reaktionen der Fahrgäste waren positiv. Sie waren vorher informiert worden, auch mit Durchsagen in Bussen und Bahnen, dadurch gab es kaum Kritiker“, sagt Martina Laube.


    Um 11 Uhr erreicht der Demo-Zug der ver.di Jugend das Potsdamer Tagungshotel. 200 junge Leute, sehr laut und „sehr froh, hier zu sein“, wie eine künftige Kraftfahrzeugmechanikerin aus Berlin sagt. Wie ihr, geht es auch Atussa Farzady, Krankenpflege-Azubi aus Hannover, vor allem um die Übernahme nach dem Abschluss der Ausbildung. Die junge Frau und ihre Kolleg/innen singen und tanzen den ver.di-Übernahmewalzer. „Gerade in unserem Betrieb, dem Klinikum Region Hannover, ist die Übernahme ein großes Problem“, sagt Atussa. Sprechchöre erschallen: Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut! Und dann: Ohne ver.di wär hier gar nichts los!

    „Es ist gut, dass ihr hier seid“, ruft der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske ihnen zu. „Nach einer Woche, in der mehr als 200.000 Kolleginnen und Kollegen gezeigt haben, dass sie bei den Tarifverhandlungen nicht passiv zusehen wollen. Dass sie ein gutes Ergebnis wollen. Es ist gut, dass ihr uns unterstützt.“